Flugpatin Angelika berichtet:
"Ich fahre seit ca. 2 Jahren regelmässig zu Freunden nach Malaga, die dort leben und Pferde ausbilden. Und wie so viele Urlauber hatte ich mir über das Thema "Tiere im Süden" vorher keine grossen Gedanken gemacht. Gleich im ersten Urlaub sollte ein weisser "nutzloser", weil tauber junger Boxer nicht länger leben und naiv wie wir waren, fanden wir für ihn ein Zuhause im Allgäu. Er war mein erster "Flugpatensohn" und mein erstes "Tierschutzprojekt". Ein weiterer kleiner Mischling wurde gefunden und nicht lange danach Cocker Spaniel Welpen, die ein Zuhause in Spanien fanden. Ein Jahr später kam dann Donna: Niemand kannte sie. Wir stellten ihr Wasser und Futter hin während der nächsten Tage, aber es war klar, dass sie nicht bleiben konnte. Ich habe ihr versprochen, eine Lösung zu finden, in dem Glauben, dass immer etwas geht, wenn man nur will. Wir konnten sie in den Bergen in einer privaten Station unterbringen. Doch Donna war Leishmaniose positiv und sollte daher getötet werden. Ich habe dann um ihr Leben und mehr Zeit gefeilscht, um einen Platz zu suchen. Warum dieser Hund? Es gibt doch so viele andere Hunde in Spanien, denen man auch helfen kann. Richtig einerseits, aber wenn man das EINE Tier selbst gesehen hat, ist es nicht mehr nur eines von vielen. Alle Tierschutzgruppen, die ich ansprach, hatten genug, ja mehr als genug eigene Notfälle, gegen manche hatte Donna noch eher ein gutes Schicksal. Manche machten mir Mut, wenn sie auch nicht helfen konnten. Allerdings war klar, Donnas Zeit läuft Anfang Februar ab. Zufällig, erzählte ich Erica Seidl von Animals in Almeria die Geschichte, als wir wegen einer Flugpatenschaft in Kontakt kamen und plötzlich: "Wir schaffen das, es sind doch noch ein paar Wochen. Wir finden eine Lösung...." Schon einen Tag später war Donna auf der Homepage und kurz danach hatte sie einen Pflegeplatz in Deutschland. Ich konnte es gar nicht glauben, dass ich mein Versprechen an Donna doch noch halten konnte. Donna war all die schlaflosen Nächte wert, die sie mir bereitet hat, auch wenn es Momente gab, in denen ich mich gefragt habe, warum ich nicht weggesehen habe. Es ist wie immer "Alle Theorie ist grau" und wenn man einmal eines dieser Tiere "persönlich" kennengelernt und mit seinem Schicksal mitgelitten hat, dann lassen einen auch die vielen anderen nicht mehr los .
Amelie, Yoko (beide aus der Tötungsstation in Almeria) und Shadow kamen mit Erica an meinem Abflugtag nach Malaga und alle sollten mitfliegen und ich muss gestehen, mit so vielen Flugpatenkindern ist es schon ein bisschen aufregend, zumal wenn man alleine fliegt, aber eigentlich spielt es ab dem Moment, wo die Hunde eingecheckt sind, keine Rolle, denn ab da, bis zu dem Zeitpunkt an dem man die Hunde wieder in Empfang nimmt am Sperrgepäckschalter, ist man wieder nur "Allein-Reisender". Am Flughafen zuhause wurde ich dann schon sehnlichst erwartet. Denn: viele Hunde = viele frohe Gesichter. Donna entpuppte sich in ihrer Pflegestelle im Tierpflegenest bei Petra Conrad zum Traumhund. Und trotz aller Bedenken, hat sie schon nach vier Wochen eine Familie gefunden.
Ich bin am Flughafen gefragt worden, wie es sei Flugpate zu sein? Flugpate zu sein, ist nicht anstrengend oder aufwändig, vielleicht ein bisschen aufregend im positiven Sinne. Es entstehen einem keine Kosten und als Lohn winkt der Blick in die Augen des Tieres und die Freude der Menschen, die diesem Tier ein Versprechen auf ein besseres Leben gegeben haben. In meinen Augen ist das ein sehr guter Preis für die paar Meter, die Sie das Tier durch den Zoll begleiten. Ein schöneres Urlaubsmitbringsel als dieses Gefühl, gibt es nicht, Sie sollten es ausprobieren! Ich werde jedenfalls bei nächsten Mal wieder rückfällig werden." Angelika Langöhrig
c) www.animalsinalmeria.de
Tierschutz in Spanien - Animal Welfare Spain
Flugpate sein ist nicht schwer. Als Flugpate helfen Sie vielen Tieren in ihre Familien zu kommen. Flugpaten sind nette Menschen. Man lernt neue nette Menschen und nette Tiere kennen und vielleicht haben Sie soviel Spass, dass Sie nie wieder verreisen oder fliegen möchten, ohne einem Tier zu helfen.




...und auch das kann Ihnen passieren als Flugpate
Bei Inge und Eckart Münchow führte das erste Flugpatenerlebnis mit der kleinen Nelly, die sie im Mietauto von Almeria nach Malaga und dann im Flieger nach Deutschland mitnahmen dazu, dass sie - wieder daheim den kleinen Charly adoptierten...und Charly ist beim Urlaub jetzt immer im Flieger mit dabei. Doppeltes Hundeglück.



Es muss nicht immer das Flugzeug sein
Petra Dietz und Güni´s Racing Team fuhren zum Motorradsport nach Südspanien und auf dem Rückweg nahm sie ALBA, TINA ,ROSA und einen Welpen aus Alicante mit. Die Reise dauerte fast 2 Tage. "Kein Problem", meinte Petra. Als wir per Handy kommunizierten, lag sie schon mit allen Hunden im Bett und rollte Richtung Norden.




Astrid Hilpert berichtet:
Wir
sind um kurz nach zehn am Flughafen gewesen und haben uns in das Cafe gesetzt
um auf die anderen zu warten. Uns fiel ein, dass wir die Emmas
gar nicht erkennen werden, wir wussten ja nicht, wie sie aussehen werden.
Ich habe dann kurz eine SMS geschickt, dass wir halt im Cafe sitzen und
Pfingstrosen dabei haben. Mein Vater meinte nur im Scherz, jetzt müssen
wir nur warten wo es piept und dann haben wir sie. Auf einmal piept es am
Nachbartisch und wir lachen, haha was ein Zufall. Plötzlich stehen drei
Mädels auf und fragen, ob wir von Balu sind. Da hatten wir die ganze
Zeit
nebeneinander gesessen. Die Drei waren auch super aufgeregt und wir haben
Geschichten und Fotos ausgetauscht über unsere Hunde, die sich ja noch
in der Luft befanden. Kurze Zeit später waren dann auch Susanne, Matthias
und Ike da mit einer großen Kiste mit Wasser, Futter, Handtüchern,
Decken
etc.. Und die Spannung stieg!!! Noch bevor das Flugzeug überhaupt gelandet
war, standen wir schon bei der Ankunftstür und warteten gespannt auf
die Kleinen. Ob es ihnen wohl gut ging, wie hungrig sie sein werden, ob sie
müde sind
Man kann diese Nervosität kaum beschreiben. Auf
einmal kamen Paul und Ilse und ein Helfer mit drei großen Kofferwagen
an und die Freude war groß!!! Die Hunde waren so happy, dass sie in
den Kisten hoch sprangen und ihre kleinen Köpfe durch das Gitter steckten.
Schnell sind wir etwas an den
Rand des Flughafengebäudes gegangen und haben die Hunde rausgeholt. Die
sind an uns hochgesprungen und haben uns durchs Gesicht geleckt. Und dann
kam das große Fressen mit anschließendem Besäufnis :) Die
hatten Hunger und Durst!!!
Lauter glückliche Menschen und Hunde.





CHICA und die Flugzeugpanne
8:00 h wir treffen Flugpatin Uta Hauger und ihren Sohn und checken mit der kleinen Chica ein. Abschiedstränen von der Pflegemama Debbie und Chica verschwindet in der Transportbox. Ein letztes Winken....der Flieger rollt an, doch plötzlich... Möven kollidieren ....Maschinenschaden. Der Flug ist zu Ende. Die Fluggäste werden zum Hotel gefahren, Chica wird ausgeladen. Chicas spanische Mama nimmt sie wieder entgegen. 11 Stunden wird Chica in Almeria noch verwöhnt. Für die Adoptiveltern Anja Götz und Jürgen Schulz wird es eine Geduldsprobe. Gegen 20h treffen wir uns alle erneut am Flughafen. Wieder ein Abschied. Wir schauen dem Flieger noch lange nach und beobachten die Landung der Maschine gegen 23h in Frankfurt im Internet. Es war ein langer Tag , aber Chica ist endlich Daheim .


Numas traurige Reise
Numa wartete Wochen auf einen Flugpaten. Doch es fand sich niemand von Almeria in die Schweiz. Schliesslich mussten wir mit der Kirche ums Dorf. Nagore und Rieke flogen die Kleine von Alicante nach Berlin. Dort warteten Natascha und Manfred Schreiber, die sie durch die Nacht und quer durch Deutschland fuhren. Ein riesiges Dankeschön hierfür. Übergabe war gegen 2h morgens in Lindau. Adoptivmama Karin nahm ihr Hundemädchen entgegen und sie fuhren noch 3 Stunden in die neue Heimat....doch Numa kam einen Tag zu spät. Karins Vater war am Tag zuvor gestorben und konnte die Kleine nicht mehr sehen. Karin schrieb mir: "Vater lebt in Numa weiter".







