c) www.animalsinalmeria.de
Tierschutz in Spanien - Animal Welfare Spain
In Almeria befinden sich die einzigste Halbwüste Europas, unbeschreiblich schöne Landschaften, Nationalparks, das Meer, nicht weit die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada. Hier befindet sich aber auch das sogenannte "Plastikmeer". Über 32.000 Gewächshäuser breiten sich bereits auf einer Fläche von 350.000 qm aus. Das Plastikmeer kann man, wie die chinesische Mauer vom Mond aus sehen, so sagt man. 80 % des gesamten spanischen Gemüseexports wächst hier unter Plastik. 20.000 Marokkaner arbeiten hier unter schlechten Bedingungen um billiges Gemüse für Mittel- und Nordeuropa zu erzeugen. Die Europäische Union garantiert die Abnahme bestimmter Frucht- und Gemüsesorten. Subventionen werden auch für Nahrungsmittel bezahlt, die auf dem Müll landen. 15.000 Betriebe produzieren jährlich 2,8 Mill. Tonnen Obst und Gemüse. Lkws bringen die Ware bis nach Russland. Deutschland bezieht von Ameria 75% seines spanischen Gemüses, besonders im Winter. Durchschnittlich entfallen auf jeden Hektar 40 kg Pestizide. Im Vergleich zu Holland sind das doppelt soviel Düngemittel und drei- bis viermal mehr Pestizide. Die Gesundheit von Mensch und Tier ist gefährdet. Schwere Vergiftungsfälle, Erbrechen, Kopfschmerzen, Hautentzündungen oder der Anstieg der Brustkrebsraten gehören hier zum Alltag.


Das kleine Noachen wurde durch das Sprühen von Entlaubungsmittel vergiftet. Leber und Nerven sind vom Gift angegriffen.
Das kleine Noachen steht für ganz viele Singvögel, Schildkröten, Insekten und andere Tiere, die unsinnig vergiftet werden und unbemerkt sterben.


Die intensiven Kulturen laugen den kargen Wüstenboden schnell aus.Das Grundwasser ist nicht nur dramatisch abgesunken, sondern durch einsickerndes Meerwasser zunehmend versalzen. Das Trinkwasser verschlechtert sich. Statt teure Entsalzungsanlagen zu bauen, haben Genforscher eine neue Tomatensorte gezüchtet die das salzige Wasser überlebt. Das ist billiger.
Noch vor zwanzig Jahren gehörte Almeria zu den ärmsten Regionen
Spaniens heute sind einige Bauern und Unternehmer Millionäre.
Die soziale Ausbeutung und der Umgang mit einer einzigartigen Landschaft erinnert
mehr an die Dritte Welt als an Europa.
Als Verbrauchers sollten wir darüber nachdenken wo der Inhalt unseres Einkaufswagens herkommt. Wir als Verbraucher entscheiden und beeinflussen mit unserem Geld ganze Industrien. Wir sollten keine Industrie unterstützen, die die Umwelt oder die Gesundheit von Mensch und Tier schädigt oder ausbeutet. Wir sollten bewusster einkaufen. Wir sollten unsere Macht als Verbraucher täglich nutzen.
