Zuní, das friedliche Lamm
c)
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Tierschutz
in Spanien - Animal Welfare Spain
Weisse Lilien für Zunís
Grab. Ruhe in Frieden Zuní.
An
einem Sonntag Nachmittag sassen wir im Grass in den einsamen Bergen. Es war
der 13.März 05 und die letzten Mandelbäume blühten. Das Rudel
spielte Nachlauf und verschwand im Gestrüpp...und plötzlich aus heiterem
Himmel,- der Schuss aus nächster Nähe. Die nächste Stunde verlief
wie eine furchtbare Szene aus einem Film. Wenige Sekunden später erfolgte
der zweite Schuss und ein entsetzlicher Schrei,- Zuní. Andreas stürzte
den Berg hinauf. Zuní lief blutüberströmt vorbei und verschwand.
Andreas konnte dem Jäger nach kurzem Gerangel das Gewehr abnehmen und die
3. Patrone entfernen. Das Gewehr warf er den Hang hinunter. Ich schrie so laut
und so lange nach Zuní bis mir meine Stimme versagte. Wir fanden Zuní
zusammengebrochen unter einem Mandelbaum. Er hatte versucht nach Hause zu laufen.
Er hechelte stark. Sein Hals war mit Schrot zerschossen und aufgeschwollen.
Er hatte eine Verletzung hinter dem Ohr. Zuní blutete aus mehreren Stellen,
auch aus dem Mund und den Augen. Er war bei Bewusstsein. Andreas stürzte
die Berge hinunter, um den Tierarzt zu holen. Ich hielt Zuní in meinen
Armen und betete laut. Ich sagte ihm, dass sein nächstes Leben besser werden
würde und er mehr Zeit hätte zum Spielen. Zuní starb (krepierte-
wäre das richtige Wort) nach fast einer Stunde qualvoll, blutüberströmt
und am Blut erstickend in meinen Armen. Der Tierarzt erreichte uns zu spät.
Wir begruben
Zuní und pflanzten weisse Calla-Lilien, - so weiss, so rein und so
schön wie Zuní.
Eine Anzeige
haben wir nicht erstattet, da wir den Jäger als einen entfernten Nachbarn
identifizierten. Eine Anzeige hätte in diesem Fall nicht zu mehr Frieden
geführt.
...und
zum Schluss und zu unserer grossen Überraschung: der Jäger kam und
entschuldigte sich und versprach nicht mehr zu schiessen.
Zuní
war einer dieser Hunde, die nicht viel Zeit hatten das Gute im Menschen kennenzulernen.
Wir entdeckten ihn im Februar in der Tötungsstation. Ein dreifarbiger Galgo
gestromt und gefleckt. Für die Indianer wäre er ein "Glückstier"
und wir nannten ihn Zuní. Er "lächelte" uns aus seiner
Todeszelle mit seinen sanften Augen an und war doch zu schwach sich richtig
zu freuen. Zuní war krank, dehydriert und abgemagert mit einem halb abgeschnittenen
Ohr und Schwierigkeiten beim Laufen. Er war etwa ein Jahr alt und recht unterentwickelt
für sein Alter. Wahrscheinlich war er irgendwo angekettet oder eingesperrt,
sodass er keine Muskeln entwickeln konnte. Trotz alle dem war Zuní so
einfühlsam und verschmust, friedlich und zart, phantasievoll und so verspielt.
Zuní lebte sich sofort in das Rudel ein und blühte richtig auf.
Zuní hatte soviel Spass und war für uns ein Geschenk, denn er brachte
uns vom ersten Augenblick Fröhlichkeit und die Leichtigkeit des Seins.
Keiner konnte ahnen, dass er uns so schnell wieder genommen werden würde.

Zuní
in der Tötungsstation im Februar 05
Hunde-Spielplatz, die Berge
Zuní starb unter Mandelblüten
Zuní starb blutüberströmt
und qualvoll
Der Indianerstamm der Zuni im heutigen
Neu Mexiko sind ein Volk des Friedens. Gewalt lag nicht in der Natur ihres
Wesens. Sie beteiligten sich an keinem Krieg und keinen Auseinandersetzungen.