Tierethik
Tiere sind Träger moralischer Rechte
Tiere sind Träger moralischer Rechte. Trotzdem verfügen wir nach
Belieben über ihren Körper und Geist.
Die moderne neurobiologische Forschung belegt, dass die meisten Tiere empfindungsfähige Bewusstseinssubjekte sind und dass sie - wenn ihr Gehirn es ihnen erlaubt, Gefühle zu haben - auch unter ihren bewussten Erlebnissen leiden können. Höchste Zeit für uns umzudenken! Wenn wir wirklich die einzigen rationalen und moralischen Lebewesen auf diesem Planeten sind, dann müssen wir jetzt unsere Vernunft unter Beweis stellen - insofern ist Tierethik auch eine Frage der Selbstachtung.
Der Fleischesser nutzt seine Machtposition aus und gewichtet die eigenen Interessen stärker als die des Tieres. Durch Kauf und Verzehr erzeugt er eine Nachfrage, welche die Fleischindustrie am laufen hält und zu immer neuen leidvollen Bewusstseinszuständen führt.
Auch die mit der tierexperimentellen Forschung verfolgten Ziele sind immer die Ziele von Menschen und auch die dadurch erzielten Resultate - neue Medikamente etwa- kommen in den wenigsten Fällen den Tieren zugute.
Wir dürfen keine Tiere töten, die ihren eigenen Wunsch weiterzuleben auch bewusst empfinden. Wann immer es vernünftige Handlungsalternativen gibt, sollten wir die Gesamtmenge des Leidens in der Welt nicht weiter erhöhen, sondern verringern. Letztlich ist es auch immer unsere eigene moralische Selbstachtung, die auf dem Spiel steht.
"Die Frage ist nicht, ob sie denken oder ob sie sprechen können. Einzig und allein geht es darum, ob sie leiden können"
Jeremy Bentham (1748-1832) Begründer des sozialethischen Utilitarismus. Hierbei geht es darum das Wohlbefinden aller Betroffenen zu maximieren.